Aus Friesacks Geschichte

Ein kurzer Rückblick in die Geschichte unserer Stadt soll Vergessenes in Erinnerung rufen und Unbekanntes erhellen. Es ist erwiesen, dass unser Wohnort beziehungsweise Siedlungsort viel älter als 700 Jahre ist. Die Besiedlung des Ländchens Friesack geht bis in die mittlere Steinzeit, 800 bis 3500 Jahre vor unserer Zeitrechnung zurück. Archäologische Ausgrabungen am oberen Rhin, die vom Museum für Ur- und Frühgeschichte Potsdam – Babelsberg in den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts durchgeführt wurden, belegen, dass sich zu dieser Zeit Fischer und Jäger ansiedelten.

Ein zweiter Beleg aus dieser Zeit wurde im Jahre 200 1 in Friesack entdeckt. Es handelt sich um ein Siegel mit der Inschrift:

SIGILIUM JOHANNE DE VRISAC

Die Form des Siegels, sowie die Schreibweise des Ortes deuten auf das 13. Jahrhundert hin.

Zu dieser Zeit bestand in Friesack eine Burganlage. Wer die Burg erbaute und wie sie aussah ist nicht bekannt. Unter der Regierung der bayrischen Markgrafen wird Friesack 1327 erstmalig als Stadt erwähnt. 1335 wurde die Familie von Bredow mit Burg, Städtchen und Ländchen Friesack, sowie mit dem Zootzen belehnt. 1399 ging Friesack für kürzere Zeit der Familie Bredow verloren. 1409 erwarb Dietrich von Quitzow die Burg.

Damit erhielt Friesacks Geschichte eine größere Bedeutung, jedoch keine rühmliche. Die Gebrüder Dietrich von Quitzow auf Friesack und Hans von Quitzow auf Plaue lagen in ewigen Fehden gegen die benachbarten Städte und Dörfer. Bis Berlin gingen ihre Beutezüge. Um diesem Raubrittertum in der Mark ein Ende zu setzen, wurde der Burggraf Friedrich VI von Hohenzollern aus Nürnberg als Landeshauptmann eingesetzt.

Im Febr. 1414 eroberte Friedrich die Burg Friesack. Dietrich von Quitzow gelang die Flucht. Die schnelle Eroberung der festen Burg wurde möglich durch den Einsatz einer großen Kanone (Donnerbüchse). Mit ihr wurden 150 kg schwere Steine verschossen. Durch ihr großes Gewicht konnte sie nur schwer fortbewegt werden. Außerdem konnte man an einem Tag nur 3 Schuss abgeben.

Diese Trägheiten brachten ihr den Beinamen „Faule Grete“ ein. Als Belohnung für die Niederwerfung der Raubritter wurde Friedrich mit der Mark Brandenburg belehnt. Als Friedrich I. war er der erste Hohenzollern in der Mark Brandenburg. Friesack hatte somit einen Anteil daran, dass die Hohenzollern an die Macht kamen. Nach der Quitzow-Zeit gingen die Burg, die Stadt und das Ländchen wieder in den Besitz der Familie von Bredow. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das Burggelände von mehreren Familien der von Bredows bewohnt. Ringmauern wurden abgetragen, Gräben verfüllt und Wälle begradigt. Die Burg existierte nur noch dem Namen nach. Straßennamen, wie Große- und Kleine Schanze, Ober- und Niederwallstraße, sowie Burgstraße erinnern an vergangene Zeiten. Als 1538 -1539 die Hohenzollern zur lutherisch-evangelischen Lehre übertraten, folgte das ganze Land, so auch Friesack. Recht beschaulich verlief das Leben im kleinen Ackerbürgerstädtchen. Diese Beschaulichkeit wurde jedoch sehr oft durch den „roten Hahn“ gestört. So auch 1614, als eine Feuersbrunst einen Teil Friesacks in Asche legte. Als Folge dieses Brandes erhielt der Ort 1616 umfangreiche Statuten. In ihnen wurden, für alle Bereiche des Zusammenlebens, Verhaltensweisen festgelegt. Nur wenige Städte hatten zu dieser Zeit eigene Statuten. Die Bürger wurden zu einer frommen, einfachen und soliden Lebensweise aufgefordert. Im Absatz 19 der Feuerverordnung wird untersagt, dass die zugefrorenen Fenster mit offenem Feuer aufgetaut werden, dass Holz und Reisig am Ofen getrocknet wird und auf die Bettpfosten Talglichter gestellt werden. Während des 30 -jährigen Krieges und an dessen Folgen hatte das ganze Land, so auch Friesack, stark zu leiden. Die Bestrebungen im 18. Jahrhundert, zur Urbarmachung und Kolonisation des Havellandes und des Rhinluches durch Friedrich-Wilhelm 1. (1713 – 1740) und Friedrich den Großen (1740 – 1786), waren für das Ländchen Friesack von großer Bedeutung. In dieser Zeit, zwischen 1718 bis 1724, wurden der Rhinkanal und der Havelländische Hauptkanal gebaut. Von 1807 bis 1808 hatte die Stadt unter der Einquartierung von französischen Soldaten zu leiden. Die Einwohner mussten ihre Pferde und Wagen abgeben, Proviant zur Verfügung stellen, sowie die Truppe beköstigen. Eine weit bessere Zeit erlebte der Ort als Garnisonsstadt von 1860 bis 1886 . Die Zieten -Husaren, die hier einquartiert waren, machten ihre Reitübungen an den steilen Hängen der jetzigen Freilichtbühne. 1885 hatte der Prinz und Feldmarschall Friedrich Karl von Preußen eine Parade abgenommen. Ihm zu Ehren wurde dort 1899 ein Denkmal eingeweiht.

Bereits 1889 weihte man das mit der Büste von Kaiser Wilhelm I. geschmückte Kriegerdenkmal auf dem Kirchplatz ein, um die Gefallenen der vergangenen Kriege zu ehren.

Der 13. Oktober 1894 war für Friesack und seine Bürger ein bedeutender Tag. Kaiser Wilhelm II. weihte das Denkmal für den Kurfürsten Friedrich 1., dem Bezwinger der Quitzow- Burg, feierlich ein. Der Hohenzollern – Park mit Denkmal, Springbrunnen und Bänken aus Sandstein war das Ziel vieler Spaziergänger. Die drei Meter hohe bronzene Statue des Denkmals wurde während des 2. Weltkrieges heruntergenommen und sollte zu Kriegszwecken eingeschmolzen werden.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde es wegen der Brandgefahr verboten, im Ort Scheunen zu bauen. Es entstand die Scheunenstraße. Trotz dieser Verordnungen, Statuten und Verbote entstanden immer wieder große und kleine Brände. Die größten Feuer wüteten in den Jahren 1800, 1825, 1841 und 1945. Ein Raub der Flammen wurden 1841 die Gebäude der Charlottenstraße, viele Gebäude der Berliner Straße sowie die evangelische Kirche und die Gebäude auf dem Burggelände. Nur das Wirtschaftsgebäude blieb vom Feuer verschont. Es wurde im Jahre 1774 auf dem Burgberg im Fachwerkstil erbaut und schließlich 1956 wegen Baufälligkeit abgetragen.

Der Brand hatte zur Folge, dass die Familie von Bredow das Burggelände aufgab und ihr Herrenhaus mit Stallungen an der Straße nach Klessen aufbauten. Dieses Herrenhaus fiel 1948 den Flammen zum Opfer.

Die evangelische Kirche wurde in der Chartottenstraße neu errichtet. Durch Kriegseinwirkung ist sie 1945 abgebrannt. Von 1949 bis 1955 wurde die Kirche in veränderter Form wieder aufgebaut.

Die katholische Kirche wurde von 1878 bis 1880 erbaut. Sie wurde jedoch nicht als Kirche geplant, da die Regierung einen Bauantrag abgelehnt hatte. Man wusste sich aber zu helfen. Der Fotograf Albert Bode baute ein Fotoatelier und Friesack hatte eine katholische Kirche – Die Rosenkranzkapelle –.

Auf Grund der vielen Brände wurde am 3. April 1892 die freiwillige Feuerwehr Friesack durch den Bäckermeister und Ehrenbürger von Friesack, Robert Repke, gegründet. Stolz können die Kameradinnen und Kameraden auf 110 Jahre segensreiche Tätigkeit zurückblicken. Das Feuerwehrgebäude und das Gaswerk wurden um 1900 errichtet. Das Gaswerk musste den Neubauten der Feuerwehr weichen.

Eine der ältesten Einrichtungen Friesacks ist eine im Jahre 1775 erwähnte Apotheke.

Die Posthalterei war in der Poststraße, dort wo sich heute die Sozialstation befindet. Das Postamt wurde von 1897 bis 1898 erbaut. Von 1854 bis 1945 wurden die Bürger durch eine Heimatzeitung hinreichend informiert. Der erste Druckereibesitzer war Gustav Goldsehe. Nach ihm wurde die Allee vom ehemaligen Krankenhaus bis zum Sportplatz als „Goldsehe Allee“ benannt.

In Friesack gab es zwei Ziegelein. In alten Mauerwerken findet man heute noch Ziegel mit den Stempelabdrücken. Das Gebäude des heutigen Eiscafe Neumann wurde 1878 vom Ziegeleibesitzer Otto Beyer erbaut. Der Turm des Gebäudes wurde durch Kriegseinwirkung zerstört.

Im Jahre 1914 wurde das Krankenhaus erbaut. Im l. Weltkrieg diente es als Lazarett. Bis 1968 war es das städtische Krankenhaus. Danach wurde es bis 1991 als Landambulatorium und Ärztehaus genutzt. Zur Zeit dient das Haus als Einrichtung für Betreutes Wohnen. Eine Holzbaracke am Krankenhaus war zeitweise der Sitz einer Zahnarztpraxis. Durch den Bau der Straße Berlin – Hamburg im Jahre 1829 erlebte Friesack einen wirtschaftlichen Aufschwung, der jedoch durch den Eisenbahnbau 1846 wieder zurückging. Weitere Straßen wurden 1875 von Briesen nach Rathenow, 1894 nach Klessen und Rhinow, 1900 nach Wagenitz und 1906 nach Görne gebaut. Eine als Wohnhaus ausgebaute Windmühle ist noch als Zeitzeuge erhalten. Der Marktplatz unserer Stadt war schon in früheren Jahren der Platz für Vieh- und Krammärkte. Hunderte Tiere wurden zum Kauf oder Tausch angeboten. Auf dem heutigen Bushalteplatz stand das Rathaus, welches 1833 abgetragen wurde.

In unserer Stadt waren die Torfgewinnung als besonderer Erwerbszweig und das Holzpantinengewerk stark vertreten. Die Landwirtschaft, das Handwerk und das dienstleistende Gewerbe waren weitere Erwerbsquellen. Kleinere Unternehmen gab es nur wenige. So wurde 1920 die Molkerei gegründet. Im Jahre 1925 wurden ein Sägewerk, sowie eine Haferflockenfabrik errichtet. Die Brauerei konnte 1939 ihr 50jähriges Bestehen feiern. Aus dem Jahre 1939 ist bekannt, dass in unserer Stadt Friesack z.B.: 14 Gastwirtschaften, 15 Lebensmittel- und Gemischtwarenläden, 8 Bäckereien, 5 Fleischereien, 3 Schmiede, 4 Herrenschneider, 2 Uhrmacher, 3 Sattler, 5 Schuhmacher und viele andere Handwerksbetriebe ihr Auskommen hatten.

Die Freilichtbühne, mit Tennisplatz und Rodelbahnanlage, wurde 1934 errichtet. Das rege Vereinsleben, die schönen Parkanlagen, das reichhaltige kulturelle Angebot und die ausgedehnten Wälder waren die Grundlagen, dass Friesack 1928 anerkannter Luftkurort wurde. Drei Kurheime wurden besonders von Berliner Gästen genutzt.

Als ältester Verein der Stadt Friesack gilt die 1830 gegründete Schützengilde. Dem Verschönerungsverein von 1897 ist es zu verdanken, dass unsere Stadt den schönen Beinamen „Fliederstadt“ erhielt. Die Wege, Straßen und Plätze wurden von den Mitgliedern mit Flieder bepflanzt. 1884 wurde der Turn- und Sportverein gegründet. Mehrere Gesangs – Theater – Frauenvereine sowie Kriegervereine belebten das kulturelle Leben in unserer Stadt. Es gab die Musikschule Kiesand mit teilweise bis zu 100 Schülern. Die Badeanstalt am Rhin sowie ein Badehaus für Wannenbäder in der Nauener Straße gehörten zum Freizeitangebot.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die „Sieben-Brüder-Eiche“, die seit 300 Jahren in der Klessener Straße steht. Schade, dass Bäume nicht reden können. Neben ihr befindet sich der „Alte jüdische Friedhof“.

Als im November 1923 die schwere Zeit der Inflation zu Ende ging, erhielt man für eine Billion Inflationsmark eine Rentenmark. Aus dieser Zeit stammen 9 verschiedene Serien – Notgeldscheine der Stadt Friesack.

Ebenfalls in dieser Zeit, im Jahre 1922, wurde am Rhinkanal der Film „Die Pampasreiter“ gedreht. Ein weiterer Film folgte 1931 , gedreht im Zentrum der Stadt. Der Titel: „Schützenfest in Schilda“.

In den Jahren 1932/33 kamen zwanzig Bauernfamilien aus Westphalen nach Friesack. An der Klessener Straße erbauten sie ihre Gebäude. In den fünfziger Jahren ging ein großer Teil der Familien zurück. Der Grund dafür war die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft.

Am 1.Mai I 945 war für Friesack der furchtbare 2. Weltkrieg zu Ende. Die „Rote Armee“ marschierte ein. Die evang. Kirche und nur wenige andere Gebäude waren durch Kriegseinwirkungen zerstört. Doch in den folgenden Tagen geschah das Unfassbare. Etwa ein Drittel der Stadt, besonders die großen Gebäude im Zentrum der Stadt, wurden durch Brandlegung vernichtet. Noch heute sind die Baulücken in der Berliner Straße vorhanden. Not, Hunger und Elend herrschten in unserer Stadt.

Nur sehr langsam normalisierte sich das öffentliche Leben. Am 2. Sept. 1945 verkündete Wilhelm Pieck, 1.Präsident der DDR und damaliger Vorsitzender der KPD, in Kyritz die Bodenreform. Landarme Bauern, Landarbeiter und Umsiedler erhielten kostenlos Acker- und Weideland, sowie Wald. Am 7.Okt. 1949 wurde die DDR gegründet. Die Teilung Deutschlands war für 41 Jahre besiegelt. Bis in die fünfziger Jahre waren viele Artikel, besonders Lebensmittel, rationiert. Ein Maurer verdiente im Jahre 1949 in einer Stunde 96 Pfennige.

Große Betriebe wurden verstaatlicht, neue Einrichtungen und Betriebe entstanden. Im Havel- und Rhinluch war das Großprojekt „Milchader für Berlin“ eine große Herausforderung für die ins Leben gerufene „Freie Deutsche Jugend“ (FDJ). In Friesack entwickelten sich aus der 1949 gegründeten MAS, die MTS, das KfL und der LTA. Zu Beginn der fünfziger Jahre begann die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft. Viele Friesacker Familien flüchteten in die BRD. Es entstanden die LPG Typ I und Typ 3. Aus ihnen entwickelte sich die KAP, dann ab 1977 die LPG Pflanzenproduktion, sowie die LPG Tierproduktion. Weitere Betriebe und Einrichtungen bildeten sich. Das ACZ, Melioration, Forstwirtschaft, Getränkeproduktion, Sägewerk und Kreisbaubetrieb waren in unserer Stadt ansässig. Der Volksaufstand am 17. Juni 1953 war eine Reaktion auf staatliche Zwangsmaßnahmen. Die Bauarbeiter, welche die spätere Ingenieurschule aufbauten, demonstrierten gemeinsam mit der Friesacker Bevölkerung. Einige Personen wurden verhaftet. Das Ergebnis war – wieder gingen Friesacker Bürger in den Westen.

Das Schulwesen hat in Friesack eine lange Tradition. Schon im Jahre 1541 wird eine Schule erwähnt. Nach 1600 kommt eine Mädchenschule hinzu. Beide Schulen standen auf dem Burggelände, in der Nähe der alten Kirche. Im Jahre 1832 wurde die Stadtschule in die Berliner Straße verlegt. Bis 1971 diente sie als Polytechnische Oberschule, bis 1990 als Sonderschule. Der Unterricht musste auf weitere Gebäude in der Stadt verteilt werden, da die Kapazität nicht ausreichte. Heute wird die alte Schule von der AWO genutzt. Baupläne weisen darauf hin, dass bereits vor dem 1. Weltkrieg, sowie 1948 neue Schulen errichtet werden sollten.

Am 10. Februar 1971 konnte die moderne, neu errichtete Schule am Sonnenweg eingeweiht werden. In den neunziger Jahren wurde sie umfangreich modernisiert. Heute ist die Kooperationsschule ein Schmuckstück der Stadt Friesack.

Aus der FDJ – Landestraktoristenschule der MAS von 1950 ist die Ingenieurschule für Landtechnik entstanden. Durch diese Einrichtung wurde das gesellschaftliche Leben in unserem Ort vielseitig mitgestaltet. Bis 1992 wurden hier sehr viele Studenten zu Ingenieuren ausgebildet. Die alten Gebäude wurden rekonstruiert, neue wurden errichtet. Heute befindet sich dort das moderne „Oberstufenzentrum Havelland“ (OSZ) für theoretische Berufsausbildung.

Eine weitere Ausbildungsstätte auf hohem Niveau ist das „Überbetriebliche Ausbildungszentrum“ (ÜAZ Bauwirtschaft) des Landes Berlin-Brandenburg. Diese Einrichtung befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Betriebsberufsschule des Meliorationskombinates Potsdam.

Die „Ländliche Erwachsenenbildung“ (LEB Prignitz-Havelland) ist ebenfalls in unserer Stadt ansässig und führt Aus-, Um- und Weiterbildungen durch. Tausende Schüler, Lehrlinge und Erwachsene werden täglich in Friesack beschult und ausgebildet. Unser ehemaliges Ackerbürgerstädtchen kann sich heute Stadt der Bildung nennen.

Zu DDR – Zeiten wurden am Rathenower Weg, an der Klessener Straße und am Sonnenweg Wohnblöcke gebaut. An der Rennbahn, an der Gartenstraße und auf dem Gelände der Ing.–Schule wurden Einfamilienhäuser nach vorgeschriebenem Baustil errichtet. Nach der Wiedervereinigung entstanden viele neue Wohnbauten und Wohngebiete, so unter anderem an der Klessener -, Post -, Berliner -, Markt – und Nauener Straße, sowie im Wiesengrund.

Das Rathaus wurde 1994 recht aufwendig restauriert und die Sparkasse neu gebaut. Das rekonstruierte Heimathaus mit Bibliothek und Heimatmuseum ist ein Kleinod für Friesack.

Die erste Kanalisation wurde 1925 in der Berliner Straße verlegt, weitere kamen in den achtziger und neunziger Jahren hinzu. Der erste Wasseranschluss an die zentrale Wasserversorgung erfolgte 1976. Im Jahre 1981 wurde die Umgehungsstraße eingeweiht. Einen Erdgasanschluss bekam unsere Stadt 1993.

Einwohnerzahlen der Stadt Friesack:

Jahr:         

1624 / 1750 / 1800 / 1875 / 1925 / 1946 / 1964 / 1990 / 2001

Einwohner:

640 / 1501 / 1253 / 3481 / 2923 / 3551 / 3271 / 2379 / 2445

Verfasser des Textes Günter Kirchert. Ehrenbürger der Stadt Friesack